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Fukushima-Mahnwache 11.03.2019

Am 11.März jährt sich die atomare Katastrophe von Fukushima zum achten Mal.
Das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft (SWAB) lädt an diesem Tag
zu einer solidarischen Mahnwache am Georg-Wichtermann-Platz ein. Beginn: 18.00 Uhr.


Fukushima 2019 - das bedeutet umfassende Entsorgungsprobleme beim verseuchten Boden
und Wasser und bei den havarierten Reaktoren. Das japanische Umweltministerium hofft auf neue
Techniken für Dekontaminierungsmassnahmen - die es allerdings noch nicht gibt!  Mangels
vorhandener Lagerstätten für das radioaktiv belastete Material droht in Japan die Verwendung von
gefährlich strahlendem Erdmaterial für Bauarbeiten.
Obwohl nach der Atomkatastrophe von Fukushima in Deutschland der Atomausstieg beschlossen
wurde, ist er nicht vollzogen: hierzulande sind weiterhin sieben AKWs am Netz, gefährden Lebe-
wesen und Umwelt und produzieren unablässig weiteren Atommüll - für den es bisher weltweit
keinen sicheren Lagerplatz gibt. Aufbewahrt wird der Atommüll in Deutschland derzeit an den
AKW-Standorten - auch in Grafenrheinfeld - in sicherheitstechnisch fragwürdigen Zwischenlagern.
Das SWAB erklärt sich bei der Mahnwache solidarisch mit den Forderungen der Anti-Atom-
AktivistInnen in Ahaus - dort existiert (neben Gorleben) das älteste Atommüll-Zwischenlager.
2019 drohen Atommülltransporte mit waffenfähigem Material aus dem Forschungsreaktor Garching
nach Ahaus, sowie mit nicht kalkulierbarem Inhalt aus Jülich.
 
Der Euratom-Vertrag ist mehr als 60 Jahre alt, wurde nie überarbeitet und fördert bis heute Bau
und Entwicklung neuer Atomkraftwerke in der EU. Während der Mahnwache besteht die Möglichkeit,
Unterschriftenlisten zu unterzeichnen mit der Forderung: Euratom abschalten - Förderung der Atomkraft beenden.
Das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft lädt herzlich ein, an der Mahnwache teilzunehmen. Diese
wird inhaltlich gestaltet von Babs Günther und Elmar Rachle.
Hinweis:  Film-Matinee am Sonntag, 28.April 2019 um 11.00 Uhr im KuK in Schweinfurt. Gezeigt wird
der Film Wackersdorf. Im Anschluß ergänzende Informationen von Claus Bößenecker mit Diskussion.
Claus Bößenecker war juristischer Staatsbeamter beim Landratsamt Schwandorf und seit ca. 1980
zuständig für die Rechtsfragen und -verfahren um die WAA - er gehörte allerdings zu den WAA-Gegnern.
Seine Rolle wird auch im Film dargestellt.